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Ein Architekt, der dass Aussehen der Städten geändert hat

JOSEF ZASCHE

EIN PAAR WORTE AM ANFANG

Josef Zasche  war ein Architekt deutscher Nationalität, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Böhmen projektierte. Er wurde am 9. November 1871 in Gablonz an der Neisse geboren.  In den Jahren 1885-1889 studierte er  das Baufach an der Gewerbeschule in Reichenberg, nachdem ging er  nach Wien  zum Karl von Hassenauer studieren. Das Studium beendete er  im Jahr 1892, bekam den Haggenmüller Preis und kurz arbeitete im Friedrich Schachners Baubüro.

Im Jahr 1895 ließ er sich in Prag nieder. Die ersten selbständigen Projekte realisierte er in Nord- und Westböhmen. Zasche war einer der  wenigen  deutschen Architekten, der freundschaftliche Beziehungen mit böhmischen Kollegen hatte. Mit Jan Kotěra und Pavel Janák schuf er sogar an  gemeinsamen Projekten.

ZASCHE IN GABLONZ

Als er dreißig Jahre alt war, entstand sein erstes bedeutendes Werk: Die Altkatholische Kirche der  Kreuzerhöhung in Gablonz an der Neisse. Die Kirche gehört  zu den bemerkenswertesten Sakralbauten des Jugendstils. Die gablonzer Kirche  der Kreuzerhöhung  wurde in den letzten Jahren anspruchsvoll renoviert. Zusammen  mit  dem Pfarrhaus und einer Gruppe  von Villen und Häusern in der Nachbarschaft bildet sie ein einzigartiges architektonisches Ganzes.

In der Zeit der Österreich- Ungarischer Monarchie projektierte Zasche zwei  schöne Villen in der heutigen Korejská Strasse. Im Jahr 1906 war es das Haus für den Geschäftsmann Eduard Dressler. Fünf Jahre später dann  die  Villa  für den  bedeutenden gablonzer Advokat Josef  Giebisch auf dem großen Grundstück an der Ecke der Strassen Korejská und Opletalova.

Aber  das  überhaupt größte Werk, das Zasche in Gablonz realisierte, war der Bau der römisch-katholischen Kirche.

Seine Projektarbeiten dauerten  nur unglaubliche dreißig Jahre. Eine Verzögerung brachte der erste Weltkrieg und Streitigkeiten um das nötige Geld für die  Bauten. Während diesen Jahren arbeitete er an  verschiedenen Projekten in manchen Baustilen. Vom ersten, den Jugendstil, vom Jahr   1898 zum letzten vom Jahr 1930, war ein langer Weg,  Baustile zwischen beiden Weltkriegen, wie Fuktionalismus oder Bauhaus. Mann kann sagen das Projekt reifte wie Wein und man kann nur den riesig großen Willen  und Geduld des Architekten bewundern.

Und gerade in dieser Kirche ist unsere Orgel installiert.

Das gesamte Projekt hat der Architekt mit allen Details vorgeschlagen. Während des Baues wurde das Ergebnis sorgfältig kontrolliert und gegenfällig gemäß den Gegebenheiten geändert. Im Archiv blieb eine ganze Reihe von Korrespondenz aus Prag, wo die genauen Details, die den Bau beschreiben, erhalten. Diese Pflege hat  Zasche auch dem Bau der Orgel gewidmet. Das Prospekt der Orgel wurde ausführlich gezeichnet, alles wurde selbstverständlich persönlich mit der Firma Rieger-Kloss besprochen.

ZASCHE IN PRAG

Das Hauptwerk Zasches Werke entstand in Jahren 1906-8. Dort werden gemäß seinen Projekten drei  moderne Bauten realisiert: Hotel Drei-Reiter-Haus und das Gebäude der  Prager Eisenindustrie-Gesellschaft am Senovážné Platz und vor allem das Palast  der Niederlassung des Wiener Bankvereins in der Straße Na Příkopě mit der Stirnwand aus polierten Granit und einer vernehmender  Bildhauerdekoration von Franz Metzner, einem berühmten  deutschen Bildhauer, der  mit dem Architekt Zasche auch später den beseitigten Brunnen in Gablonz und Reichenberg  entwarf.

Prag: U Tří jezdců

Prag: Dům Pražské železářské společnosti

Prag: Palác Vídeňské bankovní jednoty 

Prag: Všeobecný penzijní ustav 

Prag: Palác Asekuračního průmyslu cukrovarnického 

Prag: Palác Adria

Gablonz: Herz Jesu Kirche

TRAURIGES ENDE

Architekt Zasche war nie ein Nazi, er meldete sich zu der Sozialdemokratie. Trotz dem wurde er nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, wo er schon in Rente war, am 7.5. 1945 interniert. Seine Wohnung in Prag in Mezibranská Strasse wurde ausgeplündert und sein Archiv vernichtet. Trotzt Protesten wurde er nach Deutschland vertrieben, lebte am Dorf Schnackensleben in der Nähe von Magdeburg. Dort starb er am 11.10. 1957. Ungerechtes und trauriges Ende des Lebens. In der Nachkriegszeit wurde  Josef Zasche fast vergessen. Erst im Jahr 1999 brachte der Verein der Freunde der Stadt Gablonz (Spolek přátel města Jablonce nad Nisou) und die Leutelt-Gesselschaft an  der Herz-Jesu-Kirche in Gablonz an der Neisse eine Gedenktafel an. Im Jahr 2007, 50 Jahre nach seinem Ableben wurde Josef Zasche zu den bedeutenden Persönlichkeiten des Reichenberges Kreis  eingegliedert.